
Grönland gehöre zu Dänemark und die NATO könne gegebenenfalls über eine Verstärkung des Schutzes beraten, wenn dies nötig sei, sagte Wadephul. Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte in Berlin, Grenzen dürften nicht mit Gewalt verschoben werden. Es gelte das Völkerrecht. Auch Politiker von Grünen und Linken kritisierten die Äußerungen Trumps. Der Grünen-Außenpolitiker Nouripour sagte, Europa müsse schnell eine gemeinsame Linie finden und klären, wie man Dänemark konkret beistehen würde. Linken-Chef van Aken forderte gegenüber den Sendern RTL und NTV eine stärkere diplomatische Präsenz europäischer Staaten auf der Insel. Grönlands Regierungschef Nielsen betonte, man sei offen für einen Dialog. Dieser müsse aber über die angemessenen Kanäle und unter Achtung des Völkerrechts geschehen. Dänemarks Regierungschefin Frederiksen sagte, die Vereinigten Staaten hätten kein Recht, einen Teil der dänischen Staatsgemeinschaft zu annektieren. Trump hatte zuvor mit neuen Äußerungen den Anspruch seines Landes bekräftigt und die Angst vor einer möglichen Annexion Grönlands befeuert.
Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
