
Zur sportlichen Entwicklung trägt laut Busemann auch die Strahlkraft außergewöhnlicher deutscher Athleten bei. Der Zehnkämpfer Leo Neugebauer oder Weitspringerin Malaika Mihambo motivierten sich über Jahre immer wieder neu. So könnten sie die Menschen für die Leichtathletik begeistern. Insgesamt befinde sich Deutschland im Vergleich zur internationalen Konkurrenz im gesunden Mittelfeld. Zu den ganz großen Sportnationen gehöre man aber nicht, betonte Busemann.
Welche deutschen Sportler haben Medaillenchancen?
Vor vier Jahren in München war Deutschland mit sieben Mal Gold und 16 Medaillen erfolgreichste Nation. 2024 in Rom holte nur Weitspringerin Malaika Mihambo Gold, insgesamt gab es elf Medaillen für die deutschen Leichtathleten.
Der Deutsche Leichtathletik-Verband schickt auch dieses Jahr einige Titelkandidaten ins Rennen. Neben Olympiasiegerin Malaika Mihambo (Weitsprung) reisen Leo Neugebauer (Zehnkampf), Julian Weber (Speerwurf), Frederik Ruppert (Hindernislaut) und Amanal Petros (Marathon) als Goldhoffnungen an. Große Medaillenchancen haben zum Beispiel auch Olympiasiegerin Yemisi Mabry (Kugelstoßen), Gesa Krause (Hindernislauf), Emil Agyekum (400 Meter Hürden) und Robert Farken (1.500 Meter).
Was ist mit Owen Ansah?
Der schnellste deutsche 100- und 200-Meter-Läufer darf wohl bei der EM in Birmingham an den Start gehen. Möglicherweise werden seine Wettkampfergebnisse aber annulliert. Owen Ansah hatte Anfang Juli einen Dopingtest verweigert - im "Reisestress" wie er sagte. Die Nationale Anti Doping Agentur forderte am Freitag eine vierjährige Sperre. Ansah wehrt sich dagegen. Bis zu einem Urteil darf er weiter laufen. Im Falle einer Sperre würden seine Ergebnisse aber annulliert.
Die Leichtathletik-EM wird im täglichen Wechsel von ARD und ZDF übertragen. Die Wettbewerbe werden bis zum 16-August ausgetragen.
Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
