Campus & Karriere
Das Bildungsmagazin
Hochschullehre - Brauchen wir wieder eine Anwesenheitspflicht?
In „Campus & Karriere“ fragen wir: Warum ist mehr Präsenzkultur an unseren Unis wichtig? Wie lässt sich die erreichen? Sollte es eine Anwesenheitspflicht für mehr Seminare und Vorlesungen als bislang geben? Wie müsste sich die Hochschullehre den veränderten Bedürfnissen der Studierenden anpassen?
Gäste:
Jürgen Overhoff, Professor für Historische Bildungsforschung an der Universität Münster
Tabea Herbst, Mitglied im Vorstand freier zusammenschluss von student*innenschaften (fzs)
Roger Erb, Professor für Didaktik der Physik an der Goethe-Universität Frankfurt und Vorstand Wissenschaft der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL)
Am Mikrofon: Regina Brinkmann
Hörertelefon: 00800 4464 4464
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In vielen Vorlesungen und Seminaren lichten sich schon wenige Wochen nach Semesterstart die Reihen. Nur etwa 20 Prozent der angemeldeten Studierenden erschienen dann noch zu den Veranstaltungen, hat zum Beispiel der Münsteraner Bildungshistoriker Jürgen Overhoff an seiner Universität beobachtet. Das frustriere die Lehrenden, auch deshalb plädiert er für eine Anwesenheitspflicht. Viele Studierende lehnen die ab, sie verweisen auf Nebenjobs und lange Pendelwege zur Hochschule, die eine regelmäßige Präsenz auf dem Campus erschweren. Zugleich beklagen Studierende, dass sie sich einsam fühlen und ihnen die soziale Einbindung im Studium fehlt.