Extreme Hitze und Trockenheit
CDU-Klimapolitiker Gebhart verteidigt Politik der Bundesregierung - Städte- und Gemeindebund fordert nationalen Kraftakt

Die Diskussion über Maßnahmen angesichts von Hitze und Niedrigwasser hält an. Der Obmann der Union im Umwelt- und Klimaausschuss, Gebhart, verteidigte die Klimapolitik der Bundesregierung gegen Kritik. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte einen nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die Klimaanpassung in den Kommunen.

    Thomas Gebhart (CDU) spricht im Plenarsaal des Bundestags.
    Thomas Gebhart, CDU (picture alliance / dpa / Markus Lenhardt)
    Gebhart, CDU, sagte im Deutschlandfunk, klare Klimaschutzziele gehörten zu den politischen Prioritäten der Koalition und würden konsequent umgesetzt. Es sei zwar richtig, angesichts der extremen Hitze und Trockenheit eine langfristige Klimaschutzpolitik zu fordern. Diese finde im Rahmen des bestehenden Klimaanpassungsgesetzes jedoch bereits statt. Gebhart verwies dabei auf unterschiedliche Zuständigkeiten in verschiedenen Bereichen. So sei beispielsweise eine mögliche Vertiefung der Fahrrinnen von Flüssen wegen der niedrigen Pegelstände eine Bundesaufgabe, während eine bessere Hitzeanpassung der Krankenhäuser Aufgabe der Länder sei.
    Grundsätzlich müsse die Klimakrise über eine Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen bekämpft werden. Hier bliebe Deutschland mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 auch weiterhin Vorreiter.

    Städte- und Gemeindebund: Vielerorts "akuter Grundwasserstress"

    Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert einen nationalen Kraftakt für Wasserversorgung und Klimaanpassung in den Kommunen. Präsident Spiegler sagte der "Rheinischen Post", bereits jetzt sei die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen. Deutschland müsse Wasser daher künftig als strategische Ressource begreifen. Konkret plädiert der kommunale Spitzenverband für eine im Grundgesetz verankerte Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung, weil dies eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder gewährleisten könne.
    Erst gestern hatte das Technische Hilfswerk angesichts einer wachsenden Gefahr von Waldbränden in Deutschland weitere Mittel vom Bund für eine Stärkung des Bevölkerungsschutzes gefordert.
    Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.