Mangel an Freiwilligen
Litauen-Brigade: Röwekamp (CDU) erwägt Pflichtlösung für Bundeswehr-Soldaten

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Röwekamp, spricht sich dafür aus, Bundeswehr-Soldaten notfalls zu einem Einsatz in Litauen zu verpflichten. Das gelte für den Fall, dass sich wie bisher auch weiterhin nicht genügend Freiwillige meldeten, sagte der CDU-Abgeordnete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Das Abzeichen der Panzerbrigade 45 ist auf dem Ärmel eines Soldaten angebracht.
    Bundeswehr-Soldaten der Brigade in Litauen zum Schutz der NATO-Ostflanke (picture alliance / dpa / Alexander Welscher)
    Zwar baue die Bundeswehr auf den richtigen Grundsatz der Freiwilligkeit. Sollte dieser aber für einen sicherheitspolitisch unverzichtbaren Auftrag nicht ausreichen, müsse der Dienst auch verbindlich angeordnet werden können. Zuvor hatte das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf ein vertrauliches Papier aus dem Verteidigungsministerium berichtet, dass sich zu wenige Freiwillige für den Dienst zum Schutz der NATO-Ostflanke gemeldet hätten.
    Gegenwärtig befinden sich dort knapp 1.800 Soldaten, bis 2027 sollen es 4.800 sein.
    Diese Nachricht wurde am 16.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.