EU-Klimadienst
"Copernicus" misst den heißesten Sommer der Geschichte in Westeuropa

In Westeuropa waren der Juni und der Juli so heiß wie noch nie seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Das teilte das EU-Klimabeobachtungsprogramm "Copernicus" in Bonn mit.

    Die Sonne strahlt am blauen Himmel.
    Sonne: Der heißeste Sommer seit Beginn der Augzeichnungen. (IMAGO / teamwork / Achim Duwentäster)
    In Westeuropa lag die Durchschnittstemperatur demnach in den beiden Monaten bei 21,62 Grad und damit 2,79 Grad über dem Referenzwert. Die Experten erklärten, dass es im Juli die dritte und vierte Hitzewelle seit Mai gegeben habe, stelle eine außergewöhnliche Serie dar.
    Laut "Copernicus" waren zudem die Weltmeere mit Ausnahme der Polargebiete im Juli so aufgeheizt wie nie zuvor in dieser Jahreszeit. Die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur betrug demnach im Juli 20,96 Grad und übertraf damit den bisherigen Juli-Rekord von 20,89 Grad aus dem Jahr 2023. Ein Grund sei neben den Hitzwellen auch das Klimaphänomen El Niño im tropischen Pazifik, das sich in den kommenden Monaten voraussichtlich verstärken werde, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.