
Bislang gibt es keine konsensfähige Alternative für die von der vorherigen Ampel-Koalition eingeführten Änderungen. Zudem wollen die Sozialdemokraten künftig Geschlechterparität gewährleistet haben. Deren Parlamentarischer Geschäftsführer Fechner erklärte, seit 77 Jahren stehe im Grundgesetz, dass Männer und Frauen gleichberechtigt seien. Im Bundestag aber erlebe man eher einen Rückgang des Frauenanteils.
Laut Koalitionsvertrag sollte die eingesetzte Wahlrechtskommission bereits 2025 Reformvorschläge vorlegen. Ziel ist demnach, dass wieder jeder Kandidat mit Erststimmenmehrheit in den Bundestag einziehen kann. Seit der Reform von SPD, Grünen und FDP in der vergangenen Legislaturperiode ist das nicht mehr gegeben. Bei der Wahlrechtsreform geht es primär darum, die zuletzt unkontrollierte Erhöhung der Zahl an Abgeordneten zu verhindern.
Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
