" Anders Koppel: Sinfonia Concertante (2007) - 1.Satz (Ausschnitt)
Yana Deshkova, Violine / Anna Maria D. Dahl, Viola / Randi Østergaard, Klarinette / Sheila Popkin, Fagott / Aalborg Symphony Orchestra /
Matthias Aeschbacher
Dacapo 8.226052 - LC: n.a.
Track 1 "
Müsste man ohne zusätzliche Informationen die Entstehungszeit dieser Musik erraten - die Wenigsten kämen wohl auf das Jahr 2007. Es handelt sich hier um eine "Sinfonia concertante" des 1947 geborenen dänischen Komponisten Anders Koppel. In der Tat ist es einigermaßen überraschend, den akademischen Neoklassizismus der Nachkriegszeit in dieser Weise wiederbelebt zu hören, und noch etwas überraschender ist, dass dieser Stil in unserem nördlichen Nachbarland offenbar für zukunftsfähig gehalten wird: Denn gleich zwei neue Aufnahmen des nationalen dänischen CD-Labels Dacapo sind der Musik von Anders Koppel gewidmet, eine mit Orchesterkonzerten, die andere mit Streichquartetten und einem Saxofonquintett, dessen Solopart er seinem Sohn Benjamin, einem bekannten Jazzmusiker, zugedacht hat. Anders Koppel selbst war in den 70er-Jahren Rockmusiker, und doch verharrt er sogar in seinem Saxofonquintett - das Anklänge an Tango und Jazz enthält - im stets gleichbleibenden, unverbindlich divertissementhaften Gestus. Handwerklich sauber, doch glatt und konventionell: eine Musik, die regressive Sehnsüchte ohne Umschweife bedient.
" Anders Koppel: Quintett für Mezzosaxofon und Streichquartett (2008) -
1.Satz (Ausschnitt)
Benjamin Koppel, Saxofon / Sjælland String Quartet
Dacapo 6.220566 - LC: n.a.
Track 7 "
Die beiden CDs mit Musik von Anders Koppel sind bei Dacapo erschienen. Dieses als "nationales dänisches CD-Label" auftretende Unternehmen ist eine Besonderheit: Unterstützt vom staatlichen Kunstrat, ist es seine Aufgabe, die dänische Kunstmusik in ihrer Gesamtheit abzubilden und in exemplarischen Aufnahmen auch dem internationalen Publikum näherzubringen. Dazu gehören Einspielungen der dänischen Klassiker - etwa Carl Nielsen oder Niels-Wilhelm Gade - , wie der klassischen Moderne - vertreten etwa durch Vagn Holmboe oder Niels Viggo Bentzon - und, vor allem, der gegenwärtigen Produktion in ihrer ganzen stilistischen Breite.
Größeres Interesse als Anders Koppels Stilkopien dürfen denn auch die beiden anderen Komponistenporträts beanspruchen, die aktuell bei Dacapo erschienen sind. Da ist zum einen der 1968 im jütländischen Århus geborene Peter Bruun. Einem der Musik nicht zugewandten Elternhaus entstammend, entdeckte er die Musik erst als Heranwachsender für sich - und zwar zunächst und fast ausschließlich die aktuelle Rockmusik. Erst, nachdem er bereits ein Philosophiestudium aufgenommen hatte, wurde er auch als Kompositionsstudent zugelassen - zwei der berühmtesten dänischen Komponisten, Karl Åge Rasmussen und Per Nørgård, wurden seine Lehrer. Speziell Rasmussen mit seiner Montage-Technik dürfte ihn beeinflusst haben, denn Bruun verwendet unterschiedlichste Materialien, bis hin zu Schlager und Folklore.
" Peter Bruun: En Klokke Af Sølv, Der Kimer Alt Levende Sammen -
Nr. IV (Ausschnitt)
Helene Gjerris, Mezzosopran / Esbjerg Ensemble / Peter Sundkvist
Dacapo 8.226553 - LC: n.a.
Track 8 "
Doch Peter Bruun entfaltet im Umgang mit diesen heterogenen Materialien einen beträchtlichen Eigensinn: Die mitunter obsessive Hartnäckigkeit, mit der er sie auf ihre expressiven Gehalte abklopft, macht seine Musik - jenseits aller Vorstellungen einer stilistischen "Reinheit" - persönlich, wieder erkennbar.
" Peter Bruun: Breve Til Havet - 2.Satz (Ausschnitt)
Esbjerg Ensemble / Peter Sundkvist
Dacapo 8.226553 - LC: n.a.
Track 2 "
Ein Ausschnitt aus der Komposition "Breve til havet" - "Briefe an den Ozean" von Peter Bruun. "Letters to the ocean" ist auch der Titel der ihm gewidmeten CD. Der Bezug zur westjütländischen Küstenlandschaft und zum Meer ist als poetische Idee und strukturelle Analogie in vielen seiner Stücke gegenwärtig.
Das ist bei dem 1961 geborenen Sunleif Rasmussen ganz ähnlich: Er freilich bezieht sich auf einen sehr viel extremeren Lebensraum - die Färöer Inseln, ehemals dänischer Vorposten im rauen Nordatlantik, inzwischen in die Selbstständigkeit entlassen, doch mit dem "Mutterland" noch immer durch eine Art Konföderation verbunden; weshalb übrigens auch diese CD auf dem dänischen Label Dacapo erscheint. Gerade einmal 48000 Menschen leben hier, verstreut über 18 Inseln - es ist also nicht unbedingt der Ort, an dem man Neue Musik erwarten würde. Und doch bildeten hier 1995 sieben junge Musiker das Ensemble "Aldubáran" - gemeinsam mit Rasmussen sind sie, wie das Booklet vermerkt, die "erste Generation professioneller Musiker" auf den Inseln.
Anregungen aus dieser einzigartigen Umwelt verarbeitet Sunleif Rasmussen auf verschiedene Weisen: eher subkutan, wenn er mit melodischen Fragmenten der färingischen Volksmusik umgeht, oder durchaus explizit, wenn er sich auf Naturphänomene bezieht. Wie in dem Klavierstück "Like the Golden Sun", das sich auf Erscheinungen des polaren Winters bezieht: das Nordlicht oder das Glitzern von Eiskristallen.
" Sunleif Rasmussen: Like the Golden Sun, for piano and effect processor -
Satz 4: Ice crystals sparkle delightfully on the road (Ausschnitt)
Jóhannes Andreasen, Klavier
Dacapo 8.226567 - LC: n.a.
Track 13 "
Rasmussen bedient sich hier, wie in vielen anderen Werken, eines digitalen Effektprozessors: Die relativ kruden Verfahren der Beschleunigung und Verfremdung des gegebenen Klanges kontrastieren heftig mit dem im Prinzip traditionellen Instrumentalsatz, der sich erst kaum merklich, dann immer schneller vom gewohnten Höreindruck entfernt. Noch deutlicher wird das bei der Suite für Gitarre, die eine unverstellt neobarocke Musik diesen Verfahren unterwirft und damit im Verlauf einer Viertelstunde das scheinbar Vertraute bis zur Unkenntlichkeit verschiebt, verrückt, überlagert.
" Sunleif Rasmussen: Suite for guitar and effect processor - Gigue (Ausschnitt)
Ólavur Jakobsen, Gitarre
Dacapo 8.226567 - LC: n.a.
Track 8"
Auch Rasmussens Triokomposition "Dancing Raindrops", die der CD den Titel gab, spielt anfänglich mit einer barocken Formidee: Dem Mosaik punktueller Klänge im ersten Satz ist eine annähernd fugenförmige Bauweise formaler Halt; dasselbe Material bearbeitet der zweite Satz in Gestalt langer melodischer Linien, der dritte schließlich entwickelt sich aus isolierten Tonrepetitionen zu heftigen Espressivo-Gebärden. Auch hier die Entwicklung vom Vertrauten zum Fremden, die sich zugleich, wie es der Titel nahelegt, mit der Lebenserfahrung der Menschen auf den Inseln verbindet: Umgeben von Wasser, haben sie im jährlichen Mittel fast doppelt so viel Niederschlag wie, beispielsweise, Deutschland.
" Sunleif Rasmussen: Dancing Raindrops - 3.Satz: Con brio (Schluss)
Jóhannes Andreasen, Klavier
Dacapo 8.226567 - LC: n.a.
Track 3 "
Die vielleicht schönste und insgesamt gelungenste unter den neuen Dacapo-CDs ist ein Recital des Dänischen Horntrios. In der Besetzung des brahmsschen Horntrios - Horn, Violine, Klavier - und des nicht weniger signifikanten Trios von György Ligeti aus dem Jahr 1982, hatte das Ensemble stets damit zu kämpfen, dass es außer den beiden genannten Werken kaum Repertoire für ihre Besetzung gab. So haben sie drei dänische Komponisten zu neuen Stücken angeregt. Alle drei beziehen sich mehr oder weniger deutlich auf die Vorgängerwerke, und doch sind die Stücke vollkommen unterschiedlich. Der 1973 geborene Søren Niels Eichberg schrieb ein Stück in einem merkwürdig "synthetisch", uneigentlich anmutenden neoromantischen Idiom. Das Trio von Pelle Gudmundsen-Holmgren, Jahrgang 1932, dem ältesten der drei, ist, ganz im Gegenteil, karg und repetitiv, doch ohne minimalistische Patternbildung. Die ohne Zweifel gelungenste der drei Triokompositionen ist die von Poul Ruders. Er schöpft die polyfonen Möglichkeiten des Instrumentariums voll aus und kann so die romantischen Assoziationen, die das Instrumentarium und seine charakteristischen Spieltechniken nun einmal mit sich bringen, ganz selbstverständlich seinem Personalstil anverwandeln. Selbst die lange Hornkadenz im dritten Satz bleibt so frei von jedem Kitschverdacht.
" Poul Ruders: Horn Trio (1998) - 1.Satz (Ausschnitt)
The Danish Horn Trio
Dacapo 8.226549 - LC: n.a.
Track 1 "
Fünf CDs mit Neuer Musik aus Dänemark und von den Färöer Inseln habe ich Ihnen heute vorgestellt: Konzerte und Kammermusik von Andreas Koppel, Ensemblestücke von Peter Bruun, Kammermusik von Sunleif Rasmussen und eine CD des Dänischen Horntrios mit Werken von Poul Ruders, Pelle Gudmundsen-Holmgren und Søren Niels Eichberg. Sie alle sind auf dem Label Dacapo erschienen.
Diskografie
Anders Koppel: Concertos
Aalborg Symphony Orchestra / Matthias Aeschbacher
Dacapo 8.226052
Anders Koppel: String Quartets / Mezzo Saxofone Quartet
Sjælland String Quartet featuring Benjamin Koppel
Dacapo 6.220566
Peter Bruun: Letters to the Ocean
Esbjerg Ensemble, Frode Andersen, Helene Gjerris, Peter Sunkvist
Dacapo 8.226553
Sunleif Rasmussen: Dancing Raindrops
Aldubáran
Dacapo 8.226567
Distant Still - The Danish Horn Trio
Dacapo 8.226549
Yana Deshkova, Violine / Anna Maria D. Dahl, Viola / Randi Østergaard, Klarinette / Sheila Popkin, Fagott / Aalborg Symphony Orchestra /
Matthias Aeschbacher
Dacapo 8.226052 - LC: n.a.
Track 1 "
Müsste man ohne zusätzliche Informationen die Entstehungszeit dieser Musik erraten - die Wenigsten kämen wohl auf das Jahr 2007. Es handelt sich hier um eine "Sinfonia concertante" des 1947 geborenen dänischen Komponisten Anders Koppel. In der Tat ist es einigermaßen überraschend, den akademischen Neoklassizismus der Nachkriegszeit in dieser Weise wiederbelebt zu hören, und noch etwas überraschender ist, dass dieser Stil in unserem nördlichen Nachbarland offenbar für zukunftsfähig gehalten wird: Denn gleich zwei neue Aufnahmen des nationalen dänischen CD-Labels Dacapo sind der Musik von Anders Koppel gewidmet, eine mit Orchesterkonzerten, die andere mit Streichquartetten und einem Saxofonquintett, dessen Solopart er seinem Sohn Benjamin, einem bekannten Jazzmusiker, zugedacht hat. Anders Koppel selbst war in den 70er-Jahren Rockmusiker, und doch verharrt er sogar in seinem Saxofonquintett - das Anklänge an Tango und Jazz enthält - im stets gleichbleibenden, unverbindlich divertissementhaften Gestus. Handwerklich sauber, doch glatt und konventionell: eine Musik, die regressive Sehnsüchte ohne Umschweife bedient.
" Anders Koppel: Quintett für Mezzosaxofon und Streichquartett (2008) -
1.Satz (Ausschnitt)
Benjamin Koppel, Saxofon / Sjælland String Quartet
Dacapo 6.220566 - LC: n.a.
Track 7 "
Die beiden CDs mit Musik von Anders Koppel sind bei Dacapo erschienen. Dieses als "nationales dänisches CD-Label" auftretende Unternehmen ist eine Besonderheit: Unterstützt vom staatlichen Kunstrat, ist es seine Aufgabe, die dänische Kunstmusik in ihrer Gesamtheit abzubilden und in exemplarischen Aufnahmen auch dem internationalen Publikum näherzubringen. Dazu gehören Einspielungen der dänischen Klassiker - etwa Carl Nielsen oder Niels-Wilhelm Gade - , wie der klassischen Moderne - vertreten etwa durch Vagn Holmboe oder Niels Viggo Bentzon - und, vor allem, der gegenwärtigen Produktion in ihrer ganzen stilistischen Breite.
Größeres Interesse als Anders Koppels Stilkopien dürfen denn auch die beiden anderen Komponistenporträts beanspruchen, die aktuell bei Dacapo erschienen sind. Da ist zum einen der 1968 im jütländischen Århus geborene Peter Bruun. Einem der Musik nicht zugewandten Elternhaus entstammend, entdeckte er die Musik erst als Heranwachsender für sich - und zwar zunächst und fast ausschließlich die aktuelle Rockmusik. Erst, nachdem er bereits ein Philosophiestudium aufgenommen hatte, wurde er auch als Kompositionsstudent zugelassen - zwei der berühmtesten dänischen Komponisten, Karl Åge Rasmussen und Per Nørgård, wurden seine Lehrer. Speziell Rasmussen mit seiner Montage-Technik dürfte ihn beeinflusst haben, denn Bruun verwendet unterschiedlichste Materialien, bis hin zu Schlager und Folklore.
" Peter Bruun: En Klokke Af Sølv, Der Kimer Alt Levende Sammen -
Nr. IV (Ausschnitt)
Helene Gjerris, Mezzosopran / Esbjerg Ensemble / Peter Sundkvist
Dacapo 8.226553 - LC: n.a.
Track 8 "
Doch Peter Bruun entfaltet im Umgang mit diesen heterogenen Materialien einen beträchtlichen Eigensinn: Die mitunter obsessive Hartnäckigkeit, mit der er sie auf ihre expressiven Gehalte abklopft, macht seine Musik - jenseits aller Vorstellungen einer stilistischen "Reinheit" - persönlich, wieder erkennbar.
" Peter Bruun: Breve Til Havet - 2.Satz (Ausschnitt)
Esbjerg Ensemble / Peter Sundkvist
Dacapo 8.226553 - LC: n.a.
Track 2 "
Ein Ausschnitt aus der Komposition "Breve til havet" - "Briefe an den Ozean" von Peter Bruun. "Letters to the ocean" ist auch der Titel der ihm gewidmeten CD. Der Bezug zur westjütländischen Küstenlandschaft und zum Meer ist als poetische Idee und strukturelle Analogie in vielen seiner Stücke gegenwärtig.
Das ist bei dem 1961 geborenen Sunleif Rasmussen ganz ähnlich: Er freilich bezieht sich auf einen sehr viel extremeren Lebensraum - die Färöer Inseln, ehemals dänischer Vorposten im rauen Nordatlantik, inzwischen in die Selbstständigkeit entlassen, doch mit dem "Mutterland" noch immer durch eine Art Konföderation verbunden; weshalb übrigens auch diese CD auf dem dänischen Label Dacapo erscheint. Gerade einmal 48000 Menschen leben hier, verstreut über 18 Inseln - es ist also nicht unbedingt der Ort, an dem man Neue Musik erwarten würde. Und doch bildeten hier 1995 sieben junge Musiker das Ensemble "Aldubáran" - gemeinsam mit Rasmussen sind sie, wie das Booklet vermerkt, die "erste Generation professioneller Musiker" auf den Inseln.
Anregungen aus dieser einzigartigen Umwelt verarbeitet Sunleif Rasmussen auf verschiedene Weisen: eher subkutan, wenn er mit melodischen Fragmenten der färingischen Volksmusik umgeht, oder durchaus explizit, wenn er sich auf Naturphänomene bezieht. Wie in dem Klavierstück "Like the Golden Sun", das sich auf Erscheinungen des polaren Winters bezieht: das Nordlicht oder das Glitzern von Eiskristallen.
" Sunleif Rasmussen: Like the Golden Sun, for piano and effect processor -
Satz 4: Ice crystals sparkle delightfully on the road (Ausschnitt)
Jóhannes Andreasen, Klavier
Dacapo 8.226567 - LC: n.a.
Track 13 "
Rasmussen bedient sich hier, wie in vielen anderen Werken, eines digitalen Effektprozessors: Die relativ kruden Verfahren der Beschleunigung und Verfremdung des gegebenen Klanges kontrastieren heftig mit dem im Prinzip traditionellen Instrumentalsatz, der sich erst kaum merklich, dann immer schneller vom gewohnten Höreindruck entfernt. Noch deutlicher wird das bei der Suite für Gitarre, die eine unverstellt neobarocke Musik diesen Verfahren unterwirft und damit im Verlauf einer Viertelstunde das scheinbar Vertraute bis zur Unkenntlichkeit verschiebt, verrückt, überlagert.
" Sunleif Rasmussen: Suite for guitar and effect processor - Gigue (Ausschnitt)
Ólavur Jakobsen, Gitarre
Dacapo 8.226567 - LC: n.a.
Track 8"
Auch Rasmussens Triokomposition "Dancing Raindrops", die der CD den Titel gab, spielt anfänglich mit einer barocken Formidee: Dem Mosaik punktueller Klänge im ersten Satz ist eine annähernd fugenförmige Bauweise formaler Halt; dasselbe Material bearbeitet der zweite Satz in Gestalt langer melodischer Linien, der dritte schließlich entwickelt sich aus isolierten Tonrepetitionen zu heftigen Espressivo-Gebärden. Auch hier die Entwicklung vom Vertrauten zum Fremden, die sich zugleich, wie es der Titel nahelegt, mit der Lebenserfahrung der Menschen auf den Inseln verbindet: Umgeben von Wasser, haben sie im jährlichen Mittel fast doppelt so viel Niederschlag wie, beispielsweise, Deutschland.
" Sunleif Rasmussen: Dancing Raindrops - 3.Satz: Con brio (Schluss)
Jóhannes Andreasen, Klavier
Dacapo 8.226567 - LC: n.a.
Track 3 "
Die vielleicht schönste und insgesamt gelungenste unter den neuen Dacapo-CDs ist ein Recital des Dänischen Horntrios. In der Besetzung des brahmsschen Horntrios - Horn, Violine, Klavier - und des nicht weniger signifikanten Trios von György Ligeti aus dem Jahr 1982, hatte das Ensemble stets damit zu kämpfen, dass es außer den beiden genannten Werken kaum Repertoire für ihre Besetzung gab. So haben sie drei dänische Komponisten zu neuen Stücken angeregt. Alle drei beziehen sich mehr oder weniger deutlich auf die Vorgängerwerke, und doch sind die Stücke vollkommen unterschiedlich. Der 1973 geborene Søren Niels Eichberg schrieb ein Stück in einem merkwürdig "synthetisch", uneigentlich anmutenden neoromantischen Idiom. Das Trio von Pelle Gudmundsen-Holmgren, Jahrgang 1932, dem ältesten der drei, ist, ganz im Gegenteil, karg und repetitiv, doch ohne minimalistische Patternbildung. Die ohne Zweifel gelungenste der drei Triokompositionen ist die von Poul Ruders. Er schöpft die polyfonen Möglichkeiten des Instrumentariums voll aus und kann so die romantischen Assoziationen, die das Instrumentarium und seine charakteristischen Spieltechniken nun einmal mit sich bringen, ganz selbstverständlich seinem Personalstil anverwandeln. Selbst die lange Hornkadenz im dritten Satz bleibt so frei von jedem Kitschverdacht.
" Poul Ruders: Horn Trio (1998) - 1.Satz (Ausschnitt)
The Danish Horn Trio
Dacapo 8.226549 - LC: n.a.
Track 1 "
Fünf CDs mit Neuer Musik aus Dänemark und von den Färöer Inseln habe ich Ihnen heute vorgestellt: Konzerte und Kammermusik von Andreas Koppel, Ensemblestücke von Peter Bruun, Kammermusik von Sunleif Rasmussen und eine CD des Dänischen Horntrios mit Werken von Poul Ruders, Pelle Gudmundsen-Holmgren und Søren Niels Eichberg. Sie alle sind auf dem Label Dacapo erschienen.
Diskografie
Anders Koppel: Concertos
Aalborg Symphony Orchestra / Matthias Aeschbacher
Dacapo 8.226052
Anders Koppel: String Quartets / Mezzo Saxofone Quartet
Sjælland String Quartet featuring Benjamin Koppel
Dacapo 6.220566
Peter Bruun: Letters to the Ocean
Esbjerg Ensemble, Frode Andersen, Helene Gjerris, Peter Sunkvist
Dacapo 8.226553
Sunleif Rasmussen: Dancing Raindrops
Aldubáran
Dacapo 8.226567
Distant Still - The Danish Horn Trio
Dacapo 8.226549