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Das Kritikergespräch Neue Texte von Katja Müller-Lange und Terézia Mora

Terézia Moras Erzählungen in "Die Liebe unter Aliens" handeln von Distanzen. Von der Unerreichbarkeit von Liebenden, von Verwandten, von Menschen überhaupt. In Katja Müller-Langes "Drehtür" geht es in der großen Rahmengeschichte um eine aus Nicaragua zurückgekehrte Krankenschwester.

Katharina Teutsch und Tobias Lehmkuhl im Gespräch mit Hubert Winkels | 16.12.2016

Die Autorin Terezia Mora
Terézia Moras neue Erzählungen handeln von der Unerreichbarkeit von Liebenden. (dpa)
Die zehn Erzählungen aus Terézia Moras neuestem literarischem Wurf "Die Liebe unter Aliens" handeln von Distanzen. Von der Unerreichbarkeit von Liebenden, von Verwandten, von Menschen überhaupt. Die Autorin versucht in den Geschichten gerade das Nichterzählbare zu erzählen und erzählt damit stets auf eine Antipointe hin.
Katja Müller-Langes "Drehtür" ist ein Buch, das sich zur Gattung des Romans zählen will, mit allen Binnengeschichten aber die Struktur eines Erzählungsbandes aufweist. Dadurch wirkt die große Rahmengeschichte der Protagonistin, einer aus Nicaragua zurück gekehrten Krankenschwester, wie schnell zusammen geworfen. Oder wahlweise auch: wie die Begegnung mit einer redseligen Nachbarin im Treppenhaus, die gerne die neusten Storys der Nachbarschaft erzählt.
Terézia Mora: "Die Liebe unter Aliens" (Erzählungen)
Luchterhand. München 2016. 272 Seiten. 22,00 Euro
Katja Lange-Müller: "Drehtür" (Roman)
Kiepenheuer und Witsch. Köln 2016. 224 Seiten. 19,00 Euro