Nach Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle
Debatte über Zuständigkeiten bei Drohnenabwehr - Experten und Politiker fordern klare Regeln

Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle fordern Experten und Politiker, die Regeln für die Abwehr von Drohnen zu klären.

    Es brauche klare Zuständigkeiten für die Erkennung, Überwachung und Bekämpfung von Drohnen, sagte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger. Man müsse klären, wer genau was dürfe und wer dies koordiniere. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Emmerich, erklärte, dass in Deutschland mehr als 40 Behörden mit Aufgaben der Luftsicherheit befasst seien, sei "im Ernstfall ein Sicherheitsrisiko". Bundesinnenminister Dobrindt warf er vor, trotz der bekannten Bedrohungslage keine klaren Zuständigkeiten geschaffen zu haben. Der CDU-Abgeordnete Röwekamp regte eine Zentralisierung beim Bundesinnenministerium und der ihm unterstellten Bundespolizei an.
    Am Vormittag hatte der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung zu dem Drohnen-Vorfall in Leipzig getagt. Die Beratungen fanden unter Vorsitz von Bundeskanzler Merz telefonisch statt.
    Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.