Der islamische Kalender Die Mondsichel für den Ramadan

In der Nacht zu Montag ist um 04.31 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit Neumond. Mit dem Auftauchen der Mondsichel am Abendhimmel beginnt im islamischen Kalender der Fastenmonat Ramadan. Der Beginn des Ramadan ist nach dem Sonnenkalender jedes Jahr etwa elf Tage früher.

Von Dirk Lorenzen | 11.04.2021

Die hauchdünne Mondsichel steht am Mittwoch Abend unterhalb der Plejaden im Stier (Stellarium)
Die hauchdünne Mondsichel steht am Mittwoch Abend unterhalb der Plejaden im Stier (Stellarium) (Stellarium)
Es wird allerdings regional unterschiedlich gehandhabt, ob die Mondsichel tatsächlich beobachtet werden muss – oder ob die Berechnungen des Mondlaufs ausreichen.
Und dann spielt noch eine Rolle, ob der Mond mit bloßem Auge zu sehen sein muss – oder ob lichtstarke Optik zum Einsatz kommen darf. Mit entsprechenden Instrumenten ist die Sichel schon morgen Abend zu fotografieren.

Freie und klare Sicht zum Horizont

Der Rekord für die Beobachtung einer jungen Mondsichel mit bloßem Auge liegt wohl bei fünfzehneinhalb Stunden nach Neumond. Damit dürfte es im arabischen Raum morgen sehr knapp werden, die Sichel zu erspähen. Spätestens am Dienstag ist die Sichel aber problemlos zu sehen – freie und klare Sicht zum Horizont vorausgesetzt.
Der Termin des chinesischen Neujahrsfestes richtet sich nach dem Lauf des Mondes
Mondkalender sind nur recht schwierig mit der Sonne in Einklang zu bringen: Zwölf Mondmonate sind elf Tage kürzer als ein Sonnenjahr (NASA)
Der Beginn des Ramadan ist nach dem Sonnenkalender jedes Jahr etwa elf Tage früher. Denn der islamische Kalender richtet sich allein nach dem Mond. Zwölf Mondumläufe ergeben ein Jahr – der Mond braucht für zwölf Runden etwas mehr als 354 Tage, also deutlich weniger als ein Sonnenjahr dauert.
Der Ramadan ist stets der neunte Monat des Jahres. Im Laufe von 32 Sonnenjahren läuft der Ramadan einmal durch den Sonnenkalender – nach dem islamischen Mondkalender sind dann 33 Jahre vergangen.
Im kommenden Jahr beginnt der Ramadan mit dem Neumond am Morgen des 1. April – elf Tage früher als dieses Jahr.