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Der Schriftsteller Wilhelm Genazino

Die Männer in seinen Büchern grübeln und zweifeln, sind verzagt und frustriert. Ihre Frauen dagegen meist bodenständig und lebensfähig. Wilhelm Genazino spricht aus eigener Erfahrung und jahrelanger Beobachtung. So sagte der studierte Soziologe und Philosoph jüngst in einem Interview: "Männer sind die wahren Komplikateure, die ohne die Unterstützung der Frauen verloren wären."

28.04.2012

Geboren 1943 in Mannheim, hat Wilhelm Genazino zunächst als Journalist gearbeitet, u.a. für das Satiremagazin 'Pardon'. Ende der 70er gelang ihm der Durchbruch als Romanautor mit seiner Abschaffel-Trilogie. Darin schilderte Genazino das einsame Leben des Büroangestellten Abschaffel. Über ein Dutzend Bücher folgten seitdem, zuletzt der Roman 'Wenn wir Tiere wären', der für den Deutschen Buchpreis nominiert war. 2004 ist Wilhelm Genazino, der inzwischen Mitglied der Berliner Akademie der Künste ist, mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet worden. Für ihn eine Art Beglaubigung, denn – so Genazino – Schriftsteller seien unsicher und ungläubig.