Donnerstag, 26. Mai 2022

Der Tag
Hanau und die Medien

Die deutschen Medien gehen inzwischen anders um mit dem Thema "Terror von Rechts". Die Berichte, Talkshows und Analysen zu Hanau liefern dafür einige Belege. Außerdem: Was ändert sich durch die Parlamentswahlen im Iran.

Von Tobias Armbrüster | 21.02.2020

Bei einer Pressekonferenz sind Mikrofone auf einem Tisch platziert und Kameras aufgebaut.
Journalisten bei einer Pressekonferenz (dpa/Jens Büttner)
Wenn es um rechtsextremen Terror geht, dann haben viele Redaktionen inzwischen aus ihren Fehlern gelernt, meint die Journalistin Sheila Mysorekar von den "Neuen Deutschen Medienmacher*innen". Sie ist zumindest überrascht davon, dass in Talkshows und Beiträgen zum Anschlag von Hanau inzwischen so behutsam mit den Worten umgegangen wird. Und dass bestimmte Gäste und Interview-Partner nicht mehr eingeladen werden, stört sie nicht. Trotzdem sieht sie einige Schwachstellen in der Berichterstattung.
Wahl und Resignation
Im Iran wird ein neues Parlament gewählt - aber viele Iraner sehen das als sinnlos an. Ändern werde sich für sie nur wenig. So beobachtet das unsere Korrespondentin Karin Senz in Teheran. Dabei stehe für das Land einiges auf dem Spiel. Vieles deutet darauf hin, dass die Hardliner die Mehrheit im Parlament zurück holen.