Dienstag, 09. August 2022

Der Tag
(K)ein Muslim für die CSU

Warum der Unternehmer Sener Sahin seine Bürgermeisterkandidatur im schwäbischen Dorf Wallerstein zurückzog. Und: Deutschlands Dilemma im Irankonflikt.

Von Philipp May | 06.01.2020

Ein Kruzifix hängt über einer Garderobe
Ein Kruzifix hängt über einer Garderobe (imago stock&people)
Aus Sicht des CSU-Parteivorstands in Wallerstein war Sener Sahin der perfekte Kandidat für das Bürgermeisteramt: Ein junger Unternehmer, engagiert und erfolgreich als Trainer im Fußballclub, ein Kind des Dorfes, beliebt. Doch Teile der Parteibasis rebellierten, denn Sener Sahin ist Muslim. Unser Bayern-Korrespondent Michael Watzke erklärt anhand des Falles den schwierigen Spagat der CSU zwischen Stadt und Land.
Nach der Tötung des iranischen Topgenerals Soleimani durch die USA verschärft sich die Lage weiter. Der Irak droht mit Rausschmiss aller ausländischen Soldaten, das Atomabkommen steht endgültig vor dem Aus und Deutschland steht mit erhobenem Zeigefinger da – als Zuschauer. Was Deutschland und Europa jetzt noch tun können, skizziert DLF-Sicherheitskorrespondent Marcus Pindur.