Dienstag, 17. Mai 2022

Der Tag
Rap und Antisemitismus - Ist der „Echo“ tot?

Im Skandal um die Verleihung des „Echo“ hat die Plattenfirma der Rapper Kollegah und Farid Bang angekündigt, die Zusammenarbeit auf Eis zu legen. Zieht BMG damit ernsthaft Konsequenzen, im Kampf gegen Antisemitismus? Der Musikkritiker Jens Balzer spricht Klartext. Außerdem: Wird muslimischer Antisemitismus in Deutschland tabuisiert?

Von Dirk-Oliver Heckmann | 20.04.2018

Das Deutschrap-Duo Kollegah (r) und Farid Bang (l)
Das Deutschrap-Duo Kollegah und Farid Bang (imago/xcitepress)
Aus Protest gegen die Verleihung des "Echo" an die Rapper Kollegah und Farid Bang geben reihenweise Künstler ihre Preise zurück. Der Verband der Musikindustrie hat angekündigt, den Preis komplett zu überarbeiten. Und die Plattenfirma BMG kündigt an, die Zusammenarbeit auf Eis zu legen. Der Musikkritiker Jens Balzer aber hat Zweifel, ob es sich dabei wirklich um ernsthafte Überlegungen handelt.
Muslimischer Antisemitismus
Das Video, das die Attacke eines arabischen jungen Mannes auf einen Kippa-tragenden Israeli zeigt, hat viele aufgewühlt. Die Szene ereignete sich mitten im bürgerlichen Berliner Viertel Prenzlauer Berg. Der mutmaßliche Täter: Wohl ein syrischer Flüchtling. Wird muslimischer Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen? Und was kann dagegen unternommen werden? Micha Brumlik hat da ein paar Vorschläge.
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