Der TagWas Berlin für Europa stemmen muss

Mitten in der Corona-Pandemie übernimmt Deutschland die Ratspräsidentschaft einer ohnehin geschwächten Europäischen Union. Wie will die Regierung die Herkulesaufgabe angehen? Außerdem: Ein Blick nach Berlin-Neukölln zeigt, was Behörden bei einer Quarantäne alles falsch machen kann.

Von Jasper Barenberg | 24.06.2020

Zerfledderte Europa Fahne im Wind
Europa - schon vor Corona geschwächt (imago/Mattias Christ)
Ein Blick auf das Programm der Koalition für die EU-Ratspräsidentschaft zeigt unserem außenpolitischen Korrespondenten Klaus Remme: Es könnte so schwierig werden, die EU-Finanzhilfen für die Corona-Pandemie zu vereinbaren und zu verabschieden, dass mit Ausnahme des Brexit möglicherweise kaum Energie für andere wichtige Themen übrig wäre. Andererseits: Mit einem Erfolg bei Brexit und Wiederaufbauplan wären gute Noten sicher.
Vieles ging nach der Beobachtung von Claudia van Laak in Berlin schief, seit der Bezirk Neukölln ganze Wohnhäuser unter Quarantäne stellte. Die Behörden geben sich durchaus einsichtig. Viel gerlernt für mögliche weitere Hot Spots hätten sie aber nicht.