Krise im Niger
Deutsche Afrika-Stiftung warnt vor einer Einmischung durch westliche Staaten

Die Präsidentin der Deutschen Afrika-Stiftung, Eid, hat den Westen bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung im Niger zu Zurückhaltung aufgerufen. Eid sagte im Deutschlandfunk, eine Intervention westlicher Staaten sei schwierig. Das liege vor allem an einer frankreichfeindlichen Stimmung im Land, die von der früheren Kolonialpolitik herrühre.

16.08.2023
    Ursula Eid, Präsidentin der Deutschen Afrika-Stiftung, spricht in ein Mikrofon.
    Ursula Eid, Präsidentin der Deutschen Afrika-Stiftung (picture alliance / dpa / Friso Gentsch)
    Nach Einschätzung Eids gibt es zudem innerhalb des westafrikanischen Staatenbunds Ecowas Bedenken und Protest gegen ein Eingreifen. Daher sei eine diplomatische Lösung wahrscheinlicher. Das ganze Interview können Sie hier nachlesen.
    Die Ecowas-Staatschefs wollen morgen ihr weiteres Vorgehen beraten. Im Niger sperren sich die neuen Machthaber gegen internationale Vermittlungsversuche. Zu den Drohungen der Ecowas unter Führung Nigerias, militärisch einzugreifen, äußerten sich die Putschisten unbeeindruckt.
    Diese Nachricht wurde am 09.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.