
Regierungssprecher Kornelius teilte in Berlin mit, man halte an den Sanktionsbeschlüssen gegen Russland fest und arbeite gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Strafmaßnahmen. Der Grünen-Europapolitiker Lagodinsky bezeichnete das Vorgehen der USA als einen Verrat. Die Vereinigten Staaten benötigten keinen Diesel. Es gehe Präsident Trump lediglich darum, vor den Midterm-Wahlen den Preis auf dem Weltmarkt zu stabilisieren. Lagodinsky sagte im Deutschlandfunk, die USA machten sich in der Vermittlung zudem unglaubwürdig. In der Ukraine löste die Vereinbarung Besorgnis aus. Präsident Selenskyj sprach von einer Investition in die russische Kriegskasse.
Die USA hatten sich nach Angaben von Trump mit Russland auf Diesel-Lieferungen geeinigt. Russland werde mehrere Hunderttausend Tonnen auf den Weltmarkt bringen, erklärte er. Washington setze dafür bis April 2027 die Sanktionen gegen den Kauf von russischen Erdölprodukten aus.
Diese Nachricht wurde am 10.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
