Social-Media-Verbot für Kinder
Deutscher Philologenverband: "Kinder müssen geschützt werden - aber auch zu Hause lernen, mit Herausforderungen der digitalen Welt umzugehen"

Ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ist nach Ansicht der Vorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes, Lin-Klitzing, grundsätzlich sinnvoll.

    Zwei Mädchen liegen nebeneinander auf dem Bett und schauen auf ihre Bildschirme.
    Sowohl aus der Union als auch der SPD waren in den vergangenen Tagen Forderungen ⁠nach einem Verbot der Social-Media-Nutzung gekommen. (Getty Images / The Good Brigade)
    Lin-Klitzing sagte im Deutschlandfunk, Kinder würden dadurch in einer wichtigen Entwicklungsphase geschützt. Gleichwohl brauche es mehr als ein simples Verbot. Zum einen müssten Kinder auch zu Hause lernen, mit den Herausforderungen der digitalen Welt umzugehen. Zum anderen gebe es keine Garantie für eine gelungene Umsetzung eines Verbots, da Jugendliche Altersbeschränkungen umgehen könnten. Der zentrale Schutzfaktor sei Medienkompetenz.
    ​Die Bundesregierung will trotz Vorstößen aus SPD und CDU erst nach dem Sommer entscheiden, ‌ob sie ⁠sich hinter ein ⁠Social-Media-Verbot für
    unter 14-Jährige stellt. Man wolle den Ergebnissen der vom Familienministerium eingesetzten Kommission nicht vorgreifen, hieß es.

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    Diese Nachricht wurde am 17.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.