EU-Digital-Bericht
Deutschland liegt beim digitalen Wandel zurück

Der digitale Wandel verläuft in Deutschland in manchen Bereichen deutlich langsamer als in anderen EU-Ländern. Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission hervor. Demnach hat die Bundesrepublik besonders beim Glasfaserausbau und der 5G-Netzabdeckung Nachholbedarf.

    "5G" ist symbolisch auf dem Bildschirm eines Smartphones zu sehen.
    Deutschland müsste u.a. besonders bei der 5G-Netzabdeckung nahcrüsten (Archivbild). (picture alliance / Andreas Franke / Andreas Franke)
    Auch bei der Digitalisierung der Behörden hänge Deutschland hinterher: Sowohl die Verfügbarkeit digitaler Angebote als auch deren Nutzung fallen demnach im EU-Vergleich gering aus. Die Akzeptanz der Online-Ausweisfunktion sei besonders niedrig.
    Verbesserungen seien zwar im Gange, es fehle jedoch an Tempo. Die Empfehlung des Berichts: "Angesichts der insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Lage sind schnellere und tiefgreifendere Anpassungen erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität zu stärken." So sei insbesondere die Implementierung von KI eine Baustelle. Es sei mehr Kapazität in Rechenzentren nötig. Auch wenn es um Spezialisten geht, gebe es noch Verbesserungsbedarf: Der Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland bremse die Wirtschaft spürbar aus. 
    Gleichzeitig listet der Bericht auch Stärken auf. So sei die Bundesrepublik der größte Standort für Mikroelektronik in der Europäischen Union und nehme bei Quantentechnologien eine führende Rolle ein.
    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.