Arbeitnehmerrechte
DGB fordert härtere Strafen für Arbeitgeber bei Mindestlohn-Betrug

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert mehr Druck auf Arbeitgeber, die den gesetzlichen Mindestlohn unterlaufen.

    Ein Portrait von Stefan Körzell, der in die Kamera schaut.
    Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Bernd von Jutrczenka / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Nötig seien drakonische Strafen, sagte der stellvertretende DGB-Vorsitzende Körzell im Deutschlandfunk. Er bemängelte darüber hinaus, dass es zu wenig Kontrollen gebe. Statistisch komme die Finanzkontrolle Schwarzarbeit nur alle 140 Jahre bei einem Betrieb vorbei. Hier müsse nachgesteuert werden.
    Körzell betonte, seit 2015 seien durch Mindestlohn-Betrug 64 Milliarden Euro in den Taschen der Arbeitgeber gelandet. Dies sei Lohnraub, der an den Beschäftigten begangen worden sei.
    Laut einer Daten-Auswertung des DGB erhielten seit Einführung der Lohnuntergrenze durchschnittlich etwa zwei Millionen Menschen pro Jahr zu wenig Geld. Besonders betroffen sind demnach Teilzeitbeschäftigte, Menschen mit Minijob, Frauen und Beschäftigte in Ostdeutschland.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.