
Beide wollten beim Parteitag im Oktober nicht noch einmal für den Vorsitz kandidieren, schrieben sie in separaten Mitteilungen. Schirdewan zeigte sich überzeugt, dass die Partei in der jetzigen Situation neue Perspektiven und Leidenschaft brauche, um die notwendige Erneuerung voranzutreiben. Wissler schrieb, sie habe die Linke in ihrer gesamten Breite zusammenhalten wollen. Sie habe aber feststellen müssen, dass viele Brücken, die sie bauen wollte, bereits mehrfach eingerissen gewesen seien.
Die Vorsitzenden der Gruppe die Linke im Bundestag, Reichinnek und Pellmann, erklärten, Wissler und Schirdewan hätten mit großem Einsatz für die Partei gekämpft. Die Linke liegt in Umfragen für die ostdeutschen Landtagswahlen sowie für die nächste Bundestagswahl hinter dem Bündnis Sahra Wagenknecht, das sich im Winter von ihr abgespalten hatte. Teilweise droht sie an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern.
Diese Nachricht wurde am 18.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
