
"Kaum zu glauben: Galeria hat es wieder in die Schlagzeilen geschafft. Diesmal mit einer Nachricht, die vordergründig positiv klingt: einer Kreditlinie über 160 Millionen Euro. Und was assoziiert man damit? Gerettet. Als hätte die Warenhauskette die nächste Insolvenz gerade noch abgewendet. Doch wer das ernsthaft glaubt, fällt auf die Sanierungs-PR des Unternehmens herein. Management, Eigentümer und Kreditgeber erzählen eine altbekannte Geschichte. Es geht weiter, die Strategie steht, jetzt wird geliefert. Galeria ist in dieser Wohlfühl-Rhetorik gut geübt. Auch diesmal ist die Ankunft im Schlaraffenland des Shoppings nicht im Hier und Jetzt geplant. Erst im kommenden Geschäftsjahr will Galeria 'operativ schwarze Zahlen' schreiben. Früher ist Besserung nicht in Sicht. Das zeigt, wie schlimm es um das Unternehmen im Moment stehen muss. Der Kredit ist weniger eine Rettung als ein Offenbarungseid. Galeria hat echte Geldprobleme. Es brennt im übertragenen Sinne lichterloh."
US-Präsident Trump hat europäischen Ländern mit neuen Zöllen in Höhe von 100 Prozent gedroht, sollten sie Digitalsteuern beschließen. Der KÖLNER STADT-ANZEIGER ist empört:
"Das nennt man astreine Erpressung. Europa darf sich davon nicht beeindrucken und schon gar nicht erpressen lassen. Das Zeitfenster, uns aus der schon heute ungeheuren Abhängigkeit von Tech-Konzernen zu befreien, wird immer kleiner. Dabei wäre entschlossenes Gegenhalten das Gebot der Stunde – auf deutscher wie europäischer Ebene. Die EU ist ein riesiger Markt, auf dem die Digitalkonzerne gerne Geschäfte machen – bislang zu ihren Bedingungen. Steuern zahlen sie kaum. Wie lange gucken wir dabei noch zu? Wie verwundbar wir sind, zeigte sich jüngst, als die US-Regierung ein KI-Modell für ausländische Nutzer sperren ließ. Eigene europäische Alternativen müssen schon aus Gründen der Souveränität dringend entwickelt werden."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU kommentiert die Erhöhung der Alkoholsteuer:
"Ab dem nächsten Jahr wird Schaumwein deutlich teurer. Ähnliches gilt für Spirituosen, Likörweine und Alkopops. Insgesamt soll die Steuer um 20 Prozent steigen. Mit Blick auf den Gesundheitsschutz gibt es dafür gute Argumente. Laut Statistischem Bundesamt ist Alkohol im europäischen Vergleich nur in Italien günstiger. Trotzdem ist das Argument der Koalition, man verfolge die Maßnahme aus 'gesundheitspolitischen Erwägungen' heraus, scheinheilig. Es geht um das geschätzte Plus von 400 Millionen Euro bei den Steuereinnahmen."
