"Moralisch anstößig"
Diskussion um AfD: Transparency fordert verschärfte Gesetze gegen Vetternwirtschaft

Transparency International dringt im Kampf gegen Vetternwirtschaft in Abgeordnetenbüros auf eine Verschärfung der Gesetzeslage.

    Transparency International Deutschland, Schild an einer Hauswand.
    Das Logo von Transparency Deutschland (picture alliance/ZB/Sascha Steinach)
    Die Vorsitzende Herzog sagte, die bisher bekannt gewordenen Fälle von Vetternwirtschaft in der AfD offenbarten, wie skrupellos und weitreichend man sich auf Kosten der Steuerzahler bereichert habe. Die Partei habe eine Gesetzeslücke auf "moralisch anstößige" Weise ausgenutzt. Herzog verwies darauf, dass das bayerische Abgeordnetengesetz bereits verschärft worden sei. Gemessen an den bayerischen Vorgaben wären viele der aktuellen AfD-Fälle illegal.
    Derzeit steht die AfD in der Kritik, weil Abgeordnete Angehörige von Parteikollegen als Mitarbeiter beschäftigen. Nach dem Abgeordnetengesetz dürfen Parlamentarier aus dem Bundestag keine eigenen Verwandten, Partner oder Ex-Partner auf Kosten der Steuerzahler anstellen. Die Beschäftigung von Angehörigen in anderen Abgeordnetenbüros ist allerdings nicht geregelt.

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    Diese Nachricht wurde am 18.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.