Steuersenkung
DIW: Tankrabatt kommt nicht komplett an

Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung profitieren vor allem Vielfahrer mit großen Autos vom Tankrabatt der Bundesregierung.

    Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, spricht während der Vorstellung des Hauptgutachtens zum Wettbewerb 2026 der Monopolkommission im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
    Vorstellung des Hauptgutachtens Wettbewerb 2026 durch den Leiter der Abteilung Unternehmen und Märkte, Duso (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Der Leiter der DIW-Abteilung Unternehmen und Märkte, Duso, sagte dem Deutschlandfunk, mehr als eine Woche nach der Einführung würden laut Berechnungen des Instituts bei Diesel nur 13 Cent weitergegeben, bei Benzin nur 11 Cent. Die von Union und SPD beschlossene Steuersenkung ermöglicht einen Spielraum bis knapp 17 Cent.
    Duso, der auch Vorsitzender der Monopolkommission ist, verwies darauf, dass bereits beim ersten Tankrabatt im Frühjahr von den 1,6 Milliarden Euro, die die Bundesregierung dafür aufgewendet hat, bis zu 300 Millionen Euro bei den Mineralölgesellschaften verblieben seien. Duso fügte an, aus seiner Sicht seien direkte Zahlungen an einkommensschwächere Haushalte oder auch kleinere Unternehmen die deutlich sinnvollere Maßnahme zur Entlastung. Auch die Wirtschaftswissenschaftlerin Monika Schnitzer äußerte die Kritik, dass für die Maßnahme Geld an der falschen Stelle ausgegeben werde.
    Diese Nachricht wurde am 09.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.