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Doping in Russland
Russland verliert Spitzenposition im Medaillenspiegel

Das Internationale Olympische Komitee hat erneut russische Wintersportler lebenslang für Olympia gesperrt. Dem Bob-Piloten Alexander Subkow und drei weiteren Athleten werden Verstöße gegen die Dopingregeln vorgeworfen.

Von Dietrich Karl Mäurer | 24.11.2017

Der russische Viererbob von Alexander Subkow während der Olympischen Spiele in Sotschi 2014. Er soll unbestätigten Berichten zufolge gedopt haben.
Der russische Viererbob von Alexander Subkow während der Olympischen Spiele in Sotschi 2014. Er soll gedopt haben. (dpa-Bildfunk / EPA / Tobias Hase)
Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi war Alexander Subkow der Star. Beim Einzug der Athleten trug er die russische Fahne. Zwei Mal holte er Gold. Der 43-jährige gilt als erfolgreichster russischer Bob-Pilot.
Bereits mehrere lebenslange Sperren
Nun ereilte auch ihn die Sperre des Internationalen Olympischen Komitees wegen Vergehens gegen die Anti-Dopingregeln. Neben Subkow, der mittlerweile Präsident des russischen Bobverbands ist, wurden drei weitere russische Athleten für alle olympischen Wettbewerbe auf Lebenszeit gesperrt.
Alexander Subkow war der erfolgreichste russische Bobpilot.
Alexander Subkow war der erfolgreichste russische Bobpilot (imago sportfotodienst)
Insgesamt verhängte das IOC nun schon gegen 14 russische Sportler lebenslange Sperren. Ihre Resultate der Spiele in Sotschi wurden annulliert. Damit verlor Russland seine Spitzenposition im Medaillenspiegel. Bislang verkündete das Internationale Olympische Komitee nur die Entscheidungen und hielt sich mit Details zurück.
Urteilsbegründungen folgen
Am Montag soll sich das ändern. Dann soll die erste Urteilsbegründung vorgelegt werden. Bei den Winterspielen 2014 in Sotschi soll es ein staatlich gestütztes System gegeben haben, bei dem reihenweise Dopingproben russischer Sportler ausgetauscht wurden.
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