Landtag
Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle: Sächsische AfD beantragt Innenausschuss-Sondersitzung

Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die sächsische AfD-Landtagsfraktion eine Sondersitzung des Innenausschusses beantragt.

    Eine Nahaufnahme des Sächsischen Landtags in Dresden zeigt den Schriftzug Sächsischer Landtag an einer Gitterstruktur vor der modernen Glasfassade des Gebäudes.
    Sächsisches Landtagsgebäude in Dresden (Archivbild) (IMAGO / Ardan Fuessmann / IMAGO / Ardan Fuessmann)
    In einer Mitteilung hieß es, man fordere Innenminister Schuster (CDU) auf, alle bisher bekannten Hintergründe des Vorfalls gegenüber den Abgeordneten offenzulegen. Der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Wippel, sagte, die Drohnenabwehr in Leipzig habe nicht funktioniert. In der Sondersitzung solle geklärt werden, welchen Anteil daran die sächsische Regierung und welchen die Bundesregierung habe. Alle Mängel müssten nun schnell beseitigt werden, hieß es aus der AfD-Fraktion. 

    Nationaler Sicherheitsrat tagt zu Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle

    Zu dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat mittlerweile der Nationale Sicherheitsrat getagt. Die Beratungen seien telefonisch erfolgt und hätten unter Vorsitz von Bundeskanzler Merz stattgefunden, teilte ein Regierungssprecher mit. Demnach steht Merz zu den Ereignissen in Leipzig "in fortwährendem Austausch" mit Bundesminister Dobrindt und anderen Mitgliedern der Bundesregierung. Die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Dröge, erhob in der Zeitung "Die Welt" Vorwürfe gegen Russland und kritisierte Bundesinnenminister Dobrindt dafür, dass er diesen Verdacht nicht klar benannt habe.
    Diese Nachricht wurde am 07.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.