
Je nach Standpunkt können Betrachter aber durchschauen und die andere Seite teils klar und teils verschwommen sehen. Möglich macht das eine feine, an Bienenwaben erinnernde Struktur aus Aluminium, wie der Künstler Hubertus Hamm mitteilte. Die landeseigene Berliner Kulturprojekte GmbH will mit dem Kunstwerk einerseits die Monstrosität der Mauer zeigen, aber auch daran erinnern, dass diese die Stadt letztlich nicht dauerhaft spalten konnte. Es soll Besucher auch dazu anregen, über Verbindendes und Trennendes, über Mauern und Grenzen in der heutigen Zeit nachzudenken, hoben die Veranstalter hervor.
Open-Air-Ausstellung
Neben der Installation können sich Besucher am Brandenburger Tor eine Open-Air-Ausstellung mit historischen Fotografien ansehen. Die Schau "Mauerblicke. Berlin 1961-1990" dokumentiert den Alltag in der geteilten Stadt. Ergänzend sind vor Ort bis Sonntag Führungen und Konzerte geplant. Außerdem werden Auszüge aus Biografien von Todesopfern der Mauer vorgelesen. Am Samstag ist die Installation wegen der Technoparade Rave Planet nicht zugänglich.
Mauer teilte Berlin mehr als 28 Jahre lang
Der Bau der Berliner Mauer besiegelte im August 1961 die deutsch-deutsche Teilung. Die SED-Führung wollte so die massenhafte Abwanderung von Menschen in den Westen Berlins und in die Bundesrepublik stoppen. Die rund 155 Kilometer lange Mauer zerschnitt Berlin mehr als 28 Jahre lang, ehe sie am 9. November 1989 im Zuge der friedlichen Revolution in der DDR fiel.
Diese Nachricht wurde am 12.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
