Orkney-Inseln
Dutzende Grindwale auf schottischer Insel gestrandet

Auf den schottischen Orkney-Inseln sind zahlreiche Grindwale gestrandet und verendet. An einem Strand seien 77 der Tiere entdeckt worden, von denen nur noch zwölf gelebt hätten, berichtete die Hilfsorganisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR).

    Eine kleine Gruppe Grindwale oder Pilotwale schwimmt im Meer.
    Grindwale sind gern in größeren Gruppen unterwegs. (imago stock&people)
    Bei den gestrandeten Walen handelt es sich nach einem Bericht der BBC um eine ganze Schule aus Männchen mit einer Länge von bis zu sieben Metern sowie Weibchen, Kälbern und Jungtieren. Die Ursache für die Massenstrandung sei noch unklar, hieß es.

    Experten haben wenig Hoffnung

    Die Helfer riefen die Öffentlichkeit auf, den Strand Tresness Beach auf der Orkney-Insel Sanday während der Rettungsmaßnahmen zu meiden. Rettungskräfte von anderen Orkney-Orten sowie vom schottischen Festland sind unterwegs. Es sei aber unwahrscheinlich, dass noch vielen Tiere geholfen werden könne, sagte eine BDMLR-Vertreterin. "Wir werden natürlich unser Bestes geben, aber sie sind schon seit einiger Zeit hier, also müssen wir realistisch bleiben."
    Erst vor einem Jahr waren 55 Grindwale auf der schottischen Hebriden-Insel Lewis gestrandet, nur ein Tier überlebte. Grindwale - auch Pilotwale genannt - bauen laut Experten extrem enge Bindungen untereinander auf. Zu bestimmten Jahreszeiten sind sie in großen Verbänden unterwegs, was das Risiko einer Massenstrandung erhöht. Zuletzt waren in Australien mehrmals Dutzende der Tiere gestrandet und viele davon verendet.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.