
Bei der Kundgebung in Jerusalem erfasste nach Polizeiangaben ein Bus mehrere Teilnehmer; einer von ihnen kam dabei ums Leben. Der Fahrer wurde festgenommen, die Hintergründe sind noch nicht klar. Zu dem Protest hatten führende Rabbiner in Jerusalem aufgerufen. Sie sehen den Militärdienst als Bedrohung des ultraorthodoxen Lebensstils. Laut Medienberichten nahmen an der Demonstration 15.000 Menschen teil.
Jahrzehntelang waren ultraorthodoxe Juden von der Wehrpflicht ausgenommen. Seit anderthalb Jahren gilt diese Regelung nicht mehr. Hintergrund ist der Gaza-Krieg. Die israelische Armee hatte vor einem Mangel an kampffähigen Soldaten gewarnt. Schon im vergangenen Oktober hatten zehntausende strenggläubige Juden gegen die Wehrpflicht demonstriert.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
