Nach tödlichen Schüssen
Einige ICE-Beamte sollen ab heute Minneapolis verlassen

Angesichts der Proteste gegen die Abschiebepolitik von US-Präsident Trump sollen offenbar Bundespolizisten aus Minneapolis abgezogen werden.

    Bundesagenten verstärken die Einwanderungskontrollen in Minneapolis.
    Bundesagenten verstärken derzeit noch die Einwanderungskontrollen in Minneapolis. (Pacific Press Agency/IMAGO/Michael Nigro)
    Der Bürgermeister der Stadt, Frey, erklärte nach einem Telefonat mit Trump, einige Einsatzkräfte würden Minneapolis verlassen. Er werde darauf drängen, dass auch die übrigen Bundesbeamten abgezogen würden. Medienberichten zufolge soll nach den tödlichen Schüssen auf einen weiteren US-Bürger in Minneapolis auch der umstrittene Kommandeur der Grenzschutzbehörde, Bovino, die Stadt verlassen.
    Beamte der US-Grenzschutzbehörde hatten am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti erschossen. Das Heimatschutzministerium sprach zunächst von Notwehr, weil Pretti bewaffnet gewesen sein soll. Videoaufnahmen von dem Vorfall lassen erhebliche Zweifel an diesen Schilderungen aufkommen. Selbst innerhalb der Republikanischen Partei wurden kritische Stimmen zu den Einsätzen der Bundespolizisten laut, die Demokraten drohen mit einer Haushaltsblockade.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.