
Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach gedroht, die Insel zu annektieren, und dies mit einem mangelnden Schutz durch Dänemark begründet. Nun teilte er mit, die Einigung gewähre den USA eine dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und andere Belange Grönlands. Die USA dürften fortan tun, was immer nötig sei, um die Insel zu verteidigen. Demnach entstehen ihnen durch die Vereinbarung keine Kosten. Details nannte er zunächst nicht.
Trump: keine Militärstützpunkte und sensible Investitionen
Als weitere Einigung nannte Trump, dass die "Feinde" der USA ohne ausdrückliche Genehmigung keine militärischen Stützpunkte auf der Insel mehr errichten dürfen. Das gelte auch für "sensible Investitionen". Bislang ist nicht klar, was damit gemeint ist.
Laut den Regierungen von Dänemark und Grönland soll das
Abkommen nächste Woche unterschrieben werden
. Sie machten zu Inhalten keine Angaben. Die dänische Regierungschefin Frederiksen teilte mit, der Grönland-Deal sei gut für die NATO und für Europa. Grönlands Regierungschef Nielsen fügte hinzu, das Abkommen stärke die Sicherheit der autonomen dänischen Region.
Günstige geostrategische Lage
Grönland liegt geostrategisch günstig zwischen Nordamerika und Europa. Trump sieht die arktische Region und die rohstoffreiche Insel etwa durch Russland und China bedroht. Der US-Präsident sprach mehrfach von der Idee, dort ein Raketenabwehrsystem zu errichten. Es könnte so direkt in der Flugbahn möglicher Raketen etwa aus Russland liegen.
Ein Abkommen von 1951 gab den USA schon bisher große militärische Möglichkeiten auf Grönland. Die US-Armee unterhält dort jedoch nur eine Militärbasis. Die Pituffik Space Base im Nordwesten der Insel wird vor allem als Standort zur Raketenabwehr und zur Radarüberwachung genutzt.
Diese Nachricht wurde am 19.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




