Donnerstag, 19. Mai 2022

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Eishockey-WM in der Slowakei
"Deutschland wieder im Konzert der Großen"

Vier Siege zum Auftakt, bester WM-Start seit 89 Jahren, der Einzug ins Viertelfinale frühzeitig perfekt. Die deutsche Mannschaft habe bei der WM "Spielzüge gezeigt, die man früher so nicht gesehen hat", sagte der Eishockey-Experte Günter Klein im Dlf. Der Aufwärtstrend im deutschen Eishockey habe sich bestätigt.

Günter Klein im Gespräch mit Jessica Sturmberg | 19.05.2019

Das Foto zeigt eine Szene aus dem WM-Spiel Deutschland gegen Slowakei. Zu sehen sind Simon Sezemsky und Frfederik Tiffels (beide Deutschland) im Kampf gegen Adam Liska (Slowakei).
Eine Szene des WM-Spiels zwischen Deutschland und Gastgeber Slowakei. (imago / Peter Schatz)
Mit dem Einzug ins WM-Viertelfinale ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2022 in Peking schon geschafft. Die vier Siege zum Auftakt der WM bestätigten nicht nur den Aufwärtstrend, sondern "sind auch ein Fortschritt gegenüber der WM 2018", so Günter Klein, Journalist und Eishockey-Experte vom "Münchner Merkur".
Vor allem der Sieg gegen Gastgeber Slowakei, eigentlich ein besser entwickeltes Eishockey-Land zeige, "die deutsche Mannschaft ist wieder im Konzert der Großen mit dabei."
"Überragendes Offensivpotential"
Perspektivisch bescheinigt Klein dem Team ein "überragendes Offensivpotential", nicht nur aber vor allem wegen der NHL-Stars Leon Draisaitl und Dominik Kahun. Beide hätten gerade beim 3:2 gegen die Slowakei "Spielzüge gezeigt, die man von deutschen Mannschaften früher so nicht gesehen hat."
Vor seiner ersten WM als Trainer habe der neue Bundestrainer Toni Söderholm mutige Entscheidungen getroffen, bilanzierte Klein. Das gelte sowohl für den Trainerstab als auch für die Mannschaft. "In der Abwehr hat er vielleicht auf einige verzichtet, die in einem Managerspiel dann eher die gewesen wären, die er nominiert hat. Stattdessen hat er eher solidere, schmucklosere Spieler nominiert."
Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.