Weitere Konsequenzen
Epstein-Akten: EU prüft mögliche Verstöße von Ex-Kommissar Mandelson, Norwegen suspendiert Botschafterin

Die jüngsten Akten-Veröffentlichungen im Fall des US-amerikanischen Sexualverbrechers Epstein führen international zu weiteren personellen Konsequenzen. Die Europäische Union will nun untersuchen, ob ihr ehemaliger britischer Handelskommissar Mandelson gegen Vorschriften verstieß.

    Jeffrey Epstein mit einer unkenntlichen Person auf dem Schoß
    Jeffrey Epstein mit einer unkenntlichen Person auf dem Schoß (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited)
    Mandelson war im September bereits von seinem Posten als britischer Botschafter in den USA abgesetzt worden. Heute gab er seinen Sitz im britischen Oberhaus auf. Mandelson wird vorgeworfen, in der Vergangenheit sensible Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben zu haben.
    Die norwegische Spitzendiplomatin Juul wurde suspendiert, wie das Außenministerium in Oslo bekanntgab. Laut Medienberichten sind die beiden Kinder Juuls im Testament Epsteins als Erben von insgesamt zehn Millionen Dollar eingesetzt.
    In den USA erklärten sich Ex-Präsident Clinton und seine Frau Hillary, die frühere Außenministerin, zu einer Aussage vor dem Kongress bereit. Man freue sich darauf, einen Präzedenzfall zu schaffen, der dann für alle gelte, erklärte der ehemalige Präsident, der - ebenso wie der amtierende Amtsinhaber Trump - vielfach in den Epstein-Dokumenten erwähnt wird. Das US-Justizministerium hatte die neuen Akten am Freitag freigegeben.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.