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Erdwärme
Staufen hebt sich immer noch

Vor acht Jahren war Staufen einfach nur ein kleines, heimeliges Städtchen im Breisgau, mit einer malerischen Altstadt und einer Burgruine. Im Jahr 2007 sollte das Rathaus saniert und mit Erdwärme versorgt werden. Man bohrte sieben Löcher in den Boden, jedes 140 Meter tief. Und dann tauchten plötzlich Risse in den Häusern auf, die Stadt begann, sich zu heben.

Ingo Sass im Gespräch mit Monika Seynsche | 23.09.2015
    Durch die Erdwärmebohrungen war der Anhydrit im Untergrund in Kontakt mit Grundwasser gekommen und quellt seitdem auf - an einigen Stellen hob sich die Stadt um bis zu 60 Zentimeter. Ingo Sass, Professor für Geothermalwissenschaften an der Technischen Universität Darmstadt, erklärt im Gespräch mit Monika Seynsche, was damals schief gegangen ist.