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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update09.11.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Die Deutschlandkarte der Funklöcher ist online +++ Waldimir Putin fordert eine "Russische Wikipedia" +++ Unternehmen melden Rekordschäden durch Cyberangriffe +++ In China soll ein Gesetz die Zeit von Kindern in Onlinespielen begrenzen +++ Mehr als die Hälfte der Menschheit ist online +++ Der Bundestag reduziert die Steuer für E-Books und digitale Presseerzeugnisse

Von Michael Stang

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Forschung aktuell: Computer und Kommunikation - Die Meldungen (Deutschlandradio)
Wochenrückblick aus der IT-Welt - das Info-Update bei „Computer und Kommunikation“ (Deutschlandradio)

Die Deutschlandkarte der Funklöcher ist online

Mithilfe der Funkloch-App der Bundesnetzagentur können Mobilfunknutzer die Geschwindigkeit ihrer Internetverbindung testen und melden. Jetzt hat die Regulierungsbehörde erstmals eine Karte anhand der Ergebnisse generiert und veröffentlicht. Demnach flossen mehr als 160 Millionen Messpunkte in die Übersicht ein, die über die Webseite breitbandmessung.de abrufbar ist. Kein Netz wurde in Deutschland in rund einem Prozent der Fälle festgestellt.

Quelle: Breitbandmessung | heise | Golem


Waldimir Putin fordert eine "Russische Wikipedia"

Russlands Präsident Putin hat die Schaffung einer einheimischen Alternative zum Online-Nachschlagewerk Wikipedia angekündigt. Ziel sei ein "verlässliches" Online-Lexikon. In Moskau gab Putin die Woche bekannt, hierfür werde seine Regierung umgerechnet 24 Millionen Euro bereitstellen. Das Online-Lexikon soll in drei Jahren stehen. Anders als bei der Wikipedia wird es sich nicht um eine freie Enzyklopädie handeln, sondern um eine, die von Experten und Redakteuren betreut wird.

Quelle: DLF | Agenturen


Unternehmen melden Rekordschäden durch Cyberangriffe

Durch Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage entsteht der deutschen Wirtschaft jedes Jahr insgesamt ein Schaden von rund 103 Milliarden Euro. Der Schaden durch analoge und digitale Angriffe summiert ist damit fast doppelt so hoch wie noch vor zwei Jahren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom, die diese Woche veröffentlicht wurde.  Demnach ist in den vergangenen zwölf Monaten mehr als jedes zehnte Unternehmen in Deutschland Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. Digitale Angriffe haben in den vergangenen beiden Jahren bei 70 Prozent der Unternehmen einen Schaden versursacht, im Jahr 2017 waren es erst 43 Prozent.

Quelle: Bitcom | Agenturen


In China soll ein Gesetz die Zeit von Kindern in Onlinespielen begrenzen

Neue Vorschriften in China sollen die Zeit begrenzen, die Minderjährige in Onlinespielen verbringen. Wie die oberste Medienbehörde des Landes diese Woche mitteilte, sollen Kinder und Jugendliche künftig an Werktagen höchstens 90 Minuten, an Wochenenden und in den Ferien bis zu drei Stunden online spielen dürfen. Zwischen 22 und 8 Uhr gilt demzufolge eine Art Online-Sperre. Überprüft werden soll dies, indem ein Login für Onlinespiele nur noch mit Klarnamen und einer Identifikation möglich sein soll. Teil der neuen Regeln ist zudem eine Beschränkung, wie viel Geld Minderjährige in Onlinespielen für kostenpflichtige Erweiterungen und Mikrotransaktionen pro Monat ausgeben dürfen. Die chinesische Regierung will damit die Onlinesucht unter jungen Menschen bekämpfen, hieß es.

Quelle: Xinhua | heise


Mehr als die Hälfte der Menschheit ist online

Weltweit haben 4,1 Milliarden Menschen Zugang zum Internet, das sind fast 54 Prozent der Weltbevölkerung. Die Zahl steigt jedes Jahr und habe sich seit 2005 fast vervierfacht, berichtete die Internationale Fernmeldeunion (ITU) diese Woche in Genf. Die UN-Organisation befasst sich mit Fragen der Telekommunikation. Je entwickelter eine Region ist, desto höher ist der Anteil der Internetnutzer. In den ärmsten Ländern der Welt seien im Durchschnitt nur zwei von zehn Menschen online. Zum Vergleich: In Industrieländern sind es fast 88 Prozent, und damit sei die Sättigung praktisch erreicht, hieß es.

Quelle: ITU Bericht  | Agenturen


Der Bundestag reduziert die Steuer für E-Books und digitale Presseerzeugnisse

Bislang musste für elektronische Publikationen der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gezahlt werden, künftig gilt der ermäßigte Satz von sieben Prozent. Mit dem Beschluss des Jahressteuergesetzes hat der Bundestag diese Woche auch den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf digitale Zeitungen, Periodika und E-Books eingeführt. Bücher, Zeitungen und Zeitschriften sollen damit künftig steuerlich gleichbehandelt werden – unabhängig davon, ob sie auf Papier oder in elektronischer Form erscheinen.

Quelle: heise             

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