
Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten griffen Truppen des syrischen Verteidigungsministeriums Stellungen des kurdischen Bündnisses SDF an. Dabei soll es mindestens einen Toten gegeben haben. Die syrische Übergangsregierung meldete ihrerseits einen Angriff durch die SDF in der Stadt Aleppo mit drei Toten.
Nach dem Sturz des ehemaligen syrischen Diktators Assad hatte die Regierung des Interimspräsidenten al-Scharaa eigentlich ein Abkommen mit der SDF über deren Eingliederung ins syrische Militär unterzeichnet. Die kurdische Minderheit ist in Syrien vor allem im Nordosten vertreten; sie lebt dort in einem bislang selbstverwalteten Gebiet. Weil sich dort viele Rohstoffreserven befinden, hat die Übergangsregierung großes Interesse, die Kontrolle über die Region zu erlangen.
Diese Nachricht wurde am 06.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
