
In der Bundeshauptstadt wurden Polizisten wiederholt mit Böllern und Raketen angegriffen, wie ein Sprecher mitteilte. 21 Beamte seien leicht verletzt worden, viele von ihnen erlitten Knalltraumata. Die Berliner Polizei nahm rund 400 Verdächtige kurzzeitig fest. Am Silvesterabend und in der Nacht sei zudem kiloweise illegale Pyrotechnik beschlagnahmt worden. Insgesamt schätzte die Berliner Polizei das Geschehen aber als nicht so problematisch wie in den Vorjahren ein.
Auch aus Hamburg, Bonn und Leipzig wurden Angriffe mit Pyrotechnik auf Polizisten gemeldet. In der Hansestadt wurden nach bisherigen Erkenntnissen zehn Polizisten verletzt. Sie konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, wie die Polizei mitteilte. In Leipzig wurden Beamte mit Böllern beworfen, wie ein Sprecher mitteilte. Die Polizisten errichteten unter anderem in dem für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz Absperrungen.
Tödliche Unfälle mit Pyrotechnik
In Bielefeld starben laut Polizei zwei 18-Jährige durch selbst gebaute Böller. Die Unfälle ereigneten sich den Angaben zufolge unabhängig voneinander. Noch keinen Überblick gibt es, wie viele Menschen bundesweit verletzt wurden.
In mehreren Bundesländern gibt es Berichte über Brände, die durch Pyrotechnik ausgelöst wurden. Am Domplatz in Erfurt geriet der Dachstuhl eines historischen Gebäudes in Brand. Das Feuer griff laut Polizei auf zwei angrenzende Häuser über.
Große Silvesterpartys ohne Zwischenfälle
Vielerorts feierten die Menschen friedlich den Jahreswechsel. Große öffentliche Partys gab es unter anderem in Berlin, Hamburg und München. In Berlin feierten Tausende Menschen nahe dem Brandenburger Tor auf der Straße des 17. Juni bei der offiziellen Freiluftparty der Hauptstadt. 25.000 Tickets hatten zur Verfügung gestanden.
Bei einer großen Silvesterparty auf der Ludwigstraße in München feierten nach Veranstalterangaben um die 10.000 Menschen in das Jahr 2026 hinein. Laut Polizei verlief auch die erstmals aus Hamburg ausgestrahlte ZDF-Silvestershow ohne besondere Vorkommnisse.
Diese Nachricht wurde am 01.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
