
Die Zahlen stammen vom Meinungsforschungsinstitut GFS Bern und sind von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) in Auftrag gegeben worden. Lukas Golder vom GFS Bern sagte im Schweizer Fernsehen, dass die französischsprachige Westschweiz und die Städte entscheidend für das Scheitern der Volksabstimmung gewesen seien. Mit einem konkreten Ergebnis wird am späteren Nachmittag gerechnet.
SVP wollte Zuwanderung drastisch beschränken
Die rechtspopulistische Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte mit der Volksinitiative die aus ihrer Sicht maßlose und unkontrollierte Zuwanderung einschränken. Die SVP spricht von einer Bevölkerungsexplosion, die das Land überfordere. Derzeit hat die Schweiz etwa 9,1 Millionen Einwohner. Wäre die Initiative angenommen worden, hätten ab einer Einwohnerzahl von 9,5 Millionen Maßnahmen im Asylbereich und beim Familiennachzug ergriffen werden müssen.
Hätte das nicht ausgereicht, hätte auch die mit der EU vertraglich geregelte Freizügigkeit beendet werden sollen. In der Schweiz leben rund 330.000 Deutsche, die größte ausländische Bevölkerungsgruppe in der Schweiz bilden die Italiener.
Sowohl die Schweizer Regierung als auch die meisten Parteien hatten im Vorfeld vor den Folgen für das Verhältnis zur EU gewarnt. Sie rieten der Bevölkerung deshalb, mit Nein zu stimmen.
Angenommen wurde hingegen anscheinend knapp ein weiteres Referendum, mit dem der Zugang zum Zivildienst nach dem Willen von Regierung und Parlament erschwert werden soll.
SVP-Initiative: Schweiz stimmt über Bevölkerungsdeckel ab
Diese Nachricht wurde am 14.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




