
Seit 2016 ist Rausch Mitglied des Landtages, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und seit 2021 Parlamentarischer Geschäftsführer. Rausch ist damit für die Kommunikation mit anderen Fraktionen zuständig. Bei Vorabsprachen zur ersten Landtagssitzung erreichte er, dass die AfD künftig nicht mehr rechts im Plenarsaal sitzt, sondern in der Mitte. Er selbst bezeichnet sich laut der Deutschen Presseagentur als pragmatisch. Er könne unterschiedliche Interessenlagen zusammenführen.
Im Gegensatz zu anderen AfD-Politikern fiel der 35-Jährige bislang nicht durch extreme und radikale Äußerungen auf. Er selbst sagt von sich, er sei "kein Hardliner".
Rausch, der Immobilienkaufmann ist, war einstimmig von seiner Fraktion als Kandidat für das Amt des Landtagspräsidenten aufgestellt worden. Auf die Frage, wie er das Amt ausführen wolle, sagte Rausch laut der Deutschen Presseagentur: "Wir wollen die Interessen aller berücksichtigen, so gut es geht. Und die Diskussionskultur im Landtag soll so sein: hart in der Sache, aber fair in der Person."
Vorwürfe der Vetternwirtschaft
Anfang des Jahres wurde Rausch, wie auch andere AfD-Politiker, mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft konfrontiert. Zeitweise waren mehrere Geschwister von Rausch bei der AfD-Bundestagsabgeordneten Claudia Weiss angestellt. Rausch erklärte, bei der Anstellung nicht involviert gewesen zu sein. Er hatte zeitweise auch mehrere Spieler des Fußballvereins SV 09 Staßfurt in seinem Abgeordnetenbüro angestellt, etwa um Fraktionszeitungen und Streuartikel zu verteilen. Rausch ist zugleich Vereinsvorsitzender.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




