Abkommen gebilligt
Estland will Häftlinge aus Schweden aufnehmen

In Estland sollen künftig Häftlinge aus Schweden untergebracht werden.

    Tallinn (Estland): Das ehemalige Schloss auf dem Domberg in der estnischen Hauptstadt Tallinn ist heute Sitz des Parlaments (Foto vom 24.05.2004).
    Das ehemalige Schloss auf dem Domberg in der estnischen Hauptstadt Tallinn ist heute Sitz des estischen Parlaments. (picture alliance / dpa / Zentralbild / Peer Grimm)
    Das estnische Parlament stimmte einer Übereinkunft zwischen den Regierungen beider Staaten zu. Diese sieht die Verlegung von bis zu 600 schwedischen Gefangenen nach Estland vor. Staatspräsident Karis muss diese noch billigen.
    Schweden will eine Haftanstalt in der Stadt Tartu anmieten. Das Land hat seit mehreren Jahren ein erhebliches Problem mit kriminellen Gangs, so dass die Plätze in den Strafvollzugsanstalten knapper geworden sind. In Estland sind dagegen viele Zellen leer. Für die Nutzung des Gefängnisses zahlt die Regierung in Stockholm für 300 Haftplätze jährlich mindestens 30,6 Millionen Euro. Für jeden weiteren Platz werden monatlich 8.500 Euro pro Häftling fällig.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.