Brüssel
EU-Außenminister verabschieden neue Sanktionen gegen Iran

Die EU-Außenminister haben neue Sanktionen gegen den Iran verabschiedet. Damit reagieren die EU-Staaten auf die brutale Niederschlagung regierungskritischer Proteste und die fortgesetzte Unterstützung des Irans für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Betroffen sind insgesamt rund 30 Akteure.

    Dieses am 09. Januar aufgenommene Foto soll Iraner bei einem Protest gegen die Regierung in Teheran zeigen.
    Wegen der Niederschlagung der Proteste im Iran (Archivbild) plant die EU weitere Sanktionen gegen das Regime in Teheran und dessen Revolutionsgarde. (Uncredited / UGC / AP / dpa / Uncredited)
    Im weiteren Verlauf des Treffens soll auch über die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation entschieden werden. Die EU-Außenbeauftragte Kallas hatte zum Auftakt der Beratungen erklärt, sie gehe davon aus, dass die Garden auf die EU-Terrorliste gesetzt werden. Auch Bundesaußenminister Wadephul sagte, die Listung der Revolutionsgarden sei wegen der Ereignisse im Iran dringend notwendig. Es müsse eine klare Reaktion der EU als Wertegemeinschaft geben.
    Damit würden diese in eine ähnliche Kategorie wie der Islamische Staat, die Hamas und al-Qaida eingestuft, was einen symbolischen Kurswechsel Europas gegenüber der iranischen Führung bedeuten würde.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.