Ceuta-Andrang
EU fordert von Meta und Tiktok Vorgehen gegen Falschinformationen

Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat EU-Digitalkommissarin Virkkunen von den Konzernen Meta und Tiktok ein entschiedeneres Vorgehen gegen Falschinformationen gefordert. 

    Das Foto zeigt EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen.
    EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Emmi Korhonen)
    Die Plattformen müssten entschlossen handeln, um die Integrität des digitalen Raums zu wahren - insbesondere in Krisensituationen, erklärte Virkkunen im Onlinedienst X. Die Überwachung müsse verstärkt und die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern gefestigt werden. Die Kommissarin kündigte zudem an, dass sich die EU mit dem Thema beschäftigen werde. Der Massenandrang auf Ceuta in der vergangenen Woche war offenbar zu großen Teilen auf Falschinformationen auf Online-Plattformen zurückzuführen. Auf Tiktok sowie den zum US-Konzern Meta gehörenden Netzwerken WhatsApp, Instagram und Facebook hatte sich die Nachricht verbreitet, dass die Grenze nach Ceuta "offen" sei - dies stimmte aber nicht.
    Diese Nachricht wurde am 08.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.