
Das EU-Klimabeobachtungsprogramm "Copernicus" teilte mit, in Westeuropa sei es in den vergangenen Monaten so heiß gewesen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Demnach betrugen die Durchschnittstemperaturen im Juni und Juli 21,6 Grad Celsius und lagen somit 2,8 Grad über dem Referenzwert. Die vier Hitzewellen seit Mai stellten eine außergewöhnliche Serie dar, hieß es. Auch die Weltmeere seien stark aufgeheizt.
Die niederländische Bank Triodos verweist in einem Bericht auf wirtschaftliche Schäden durch die Hitze. Demnach könnte die europäische Wirtschaftsleistung um rund 180 Milliarden Euro geschmälert werden. Das entspräche einem Rückgang von etwa einem Prozent. Dies würde das bisher von der EU-Kommission erwartete Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent vollständig aufzehren. Die Bank führt als Hauptgrund die geringere Arbeitsproduktivität wegen der Hitze an.
Diese Nachricht wurde am 10.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
