Es gebe nun die Gelegenheit für einen demokratischen Übergang, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Maduro habe die Legitimität eines demokratisch gewählten Staatschefs gefehlt. Die EU und die USA hatten dessen von Betrugsvorwürfen überschattete Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht anerkannt. Zum Vorgehen der USA meinte die Sprecherin, es sei noch zu früh, um alle Auswirkungen juristisch zu prüfen und zu bewerten.
Venezuela wird derzeit von Interimspräsidentin Rodriguez geführt. Diese signalisierte inzwischen ihre grundsätzliche Bereitschaft, mit den USA zusammenzuarbeiten. Rodriguez erklärte, man lege Wert auf respektvolle Beziehungen auf der Basis von Nichteinmischung.
Der von US-Spezialkräften gefangengenommene Maduro soll im Laufe des Tages einem Bundesgericht in New York vorgeführt werden. Dem 63-Jährigen wird vorgeworfen, ein Kokain-Handelsnetzwerk geleitet zu haben. Auf Antrag Venezuelas befasst sich der UNO-Sicherheitsrat mit der Lage im Land.
Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
