
Nach Informationen des Deutschlandfunks stimmten die Vertreter der 27 Mitgliedstaaten auf einer Sitzung in Brüssel mehrheitlich der geplanten Unterzeichnung zu. Nun haben die Regierungen bis heute nachmittag um 17 Uhr Zeit, das Votum schriftlich zu bestätigen. Die Zustimmung galt nach dem Einlenken Italiens als sicher. Frankreich hatte angekündigt, dagegen zu stimmen.
Bundeskanzler Merz sprach von einem Meilenstein in der europäischen Handelspolitik. Bundesfinanzminister Klingbeil betonte, das Abkommen schaffe neue Impulse für Handel und Wachstum. Arbeitsplätze in Deutschland und Europa würden gesichert.
Die Verhandlungen hatten sich über 25 Jahre gezogen. Zu den Mercosur-Staaten gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Auch Bolivien soll an dem Abkommen beteiligt werden. Kritiker in Europa befürchten unter anderem Nachteile für die Landwirtschaft durch preiswerte Importe aus Südamerika.
Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
