
Nach Angaben aus Brüssel werden EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa dazu nach Ansunción reisen. Ob das Abkommen anschließend sofort in Kraft tritt, ist unklar. Es benötigt noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments.
Die Verhandlungen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay hatten sich über 25 Jahre hingezogen. Am Mittag stimmten Vertreter der EU-Staaten dem Vertragswerk mit qualifizierter Mehrheit zu. Frankreich, Polen, Ungarn, Österreich und Irland votierten dagegen. Die EU-Kommission hatte in den vergangenen Wochen noch zusätzliche Klauseln zum Schutz der europäischen Wirtschaft ausgehandelt.
Kritiker sehen in dem Abkommen trotzdem eine Gefahr für die europäische Landwirtschaft und befürchten einen Preisverfall. Befürworter loben das Mercosur-Abkommen als Zeichen gegen die protektionistische Handelspolitik der USA. Die Bundesregierung erwartet neue Impulse für Handel und Wachstum sowie eine Sicherung von Arbeitsplätzen.
Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
