
Es könnte die größte Handelszone der Welt mit mehr als 720 Millionen Menschen entstehen. Über den Vertrag mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay wurde mehr als 25 Jahre verhandelt. Im Dezember scheiterte die Unterzeichnung unter anderem an Vorbehalten Frankreichs und Italiens. Viele befürchten durch billigere Importe aus Südamerika Nachteile vor allem für die Landwirtschaft. Nach Zugeständnissen der EU-Kommission gab Italien den Widerstand inzwischen auf. Die nötige Mehrheit gilt damit als erreichbar. Frankreich kündigte indes an, beim Nein zu bleiben. Präsident Macron verwies auf eine umfassende politische Ablehnung in seinem Land. Zugleich lobte er Brüssel. Es habe unbestreitbar Fortschritte beim Vertragswerk erzielt. Auch Irland will dagegen stimmen.
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen plant, den Vertrag kommende Woche in Paraguay zu unterzeichnen. - Gestern hatten auch in Deutschland Landwirte gegen das Mercosur-Abkommen protestiert.
Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
