Grönland
EU verweist nach US-Ansprüchen auf Grundsatz der territorialen Integrität

Nach den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Trump zu Grönland hat die EU auf den Grundsatz der territorialen Integrität verwiesen.

    António Costa, Präsident des Europäischen Rates, eröffnet die erste Arbeitssitzung beim EU-Gipfel.
    EU verweist nach US-Ansprüchen auf Grundsatz der territorialen Integrität. (Michael Kappeler / dpa )
    Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte in Brüssel, man erwarte von allen Partnern, die Souveränität anderer Länder zu respektieren. Die EU werde diese universellen Grundsätze verteidigen. Die Bundesregierung erklärte in Berlin, Grenzen dürften nicht mit Gewalt verschoben werden. Es gelte das Völkerrecht. Auch Politiker von Grünen und Linken kritisierten die Äußerungen Trumps, der erneut Anspruch auf Grönland erhoben hatte.
    Grönlands Regierungschef Nielsen betonte, man sei offen für einen Dialog. Dieser müsse aber über die angemessenen Kanäle und unter Achtung des Völkerrechts geschehen. Dänemarks Regierungschefin Frederiksen sagte, die Vereinigten Staaten hätten kein Recht, einen Teil der dänischen Staatsgemeinschaft zu annektieren.
    Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitgehend autonom.
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.