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Straßburg
Europarat verlangt Untersuchung von Schiffsunglück vor Griechenland

Der Europarat hat die griechische Regierung aufgefordert, die Umstände des Schiffsunglücks von Mitte Juni umfassend zu untersuchen.

    Dieses von der griechischen Küstenwache am 14.06.2023 zur Verfügung gestellte Bild zeigt zahlreiche Menschen, auf dem Deck eines Fischerboots, das später vor Südgriechenland kenterte und sank.
    Viele Menschen waren auf dem Deck eines Fischerboots, das später sank. (Uncredited/Hellenic Coast Guard/dpa)
    Die Menschenrechtskommissarin des Europarates, Mijatović, schrieb in einem Brief an Ministerpräsident Mitsotakis, sein Land sei rechtlich zu Ermittlungen verpflichtet. Auch die Rolle der Küstenwache müsse aufgeklärt werden.

    Mindestens 500 Tote

    Am 14. Juni kenterte vor der griechischen Küste ein überfülltes Schiff mit Migranten. Mindestens 500 Menschen kamen ums Leben. Nach wie vor gibt es Vorwürfe gegen die Küstenwache, durch ein Schleppseil das Boot zum Kentern gebracht zu haben.
    Der Europarat besteht aus 46 Mitgliedsstaaten und ist von der EU unabhängig. Er hat seinen Sitz in Straßburg und verfolgt als Ziel den Schutz von Menschenrechten sowie die Förderung von Demokratie und Rechtstaatlichkeit.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.